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Runde Geburtstagsgrüße

Wichtige Stationen und Zäsuren im Leben verbinden wir oft mit runden Geburtstagen, weshalb diesen hier besondere Ausmerksamkeit gewidmet sei. Volle Lampen zur Volljährigkeit ist zwar noch nicht rund, doch bei Trost zum 30. Geburtstag sind wir dann bei der Reihe von "Nullen" gelandet, die vielen Menschen nicht nur feier-freudige Anlässe bieten. Rückert beschäftigt sich sodann tiefsinnig mit dem 40. Geburtstag, während Mörike mit dem 50. nicht lange mit seinen Wünschen zögert. Stolze sechzig von Retep und eine Jubelfeier zum Siebzigsten von Grillparzer führen den Reigen runder Geburtstagsgedichte fort. Was abschließend Ferdinand von Saar zum Alter dichtet, ist für jeden runden Geburtstag jenseits der 70 verwendbar.

Wersch (geb. 1964)

Volle Lampen

Die 18 ist dem Vollmond gleicher
als oft im Leben man gedacht:
Die Beiden machen es zwar reicher,
doch bleibt man schlaflos manche Nacht.

Vollmond beginnt indes zu schrumpfen,
volljährig bist du voll am Zug,
kannst endlich durch die Nächte sumpfen -
zum Schlaf kommt tote Zeit genug.

(Originalquelle: www.wersch-gedichte.de)

Wersch (geb. 1964)

Trost zum 30. Geburtstag

Bist traurig du und down,
die 30 dir schon lang ein Graun?
Meinst du, die Jugend sei vorbei,
der Rest Alteisen-Einerlei?
So denkt sich alt doch nur dein Hirn,
und das verrunzelt dir die Stirn!
Be happy und sei endlich heiter,
nicht erst mit 60 viel gescheiter:
Denn 30 ist noch unten auf der Leiter.

(Originalquelle: www.wersch-gedichte.de)

Friedrich Rückert (1788-1866)

40. Geburtstag

Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen,
wir stehen still und schau'n zurück,
dort sehen wir der Kindheit stilles liegen
und dort der Jugend lautes Glück.

Noch einmal schau, und dann gekräftigt weiter.
Erhebe deinen Wanderstab!
Hin dehnt ein Bergesrücken sich, ein breiter,
und hier nicht, drüben gehts bergab.

Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen,
die Ebne zieht von selbst dich fort;
dann wird sie sich mit dir unmerklich neigen,
und eh du's denkst, bist du im Port.

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Eduard Mörike (1804-1875)

Nicht lange will ich...

Nicht lange will ich meine Wünsche wählen,
bescheiden wünsch ich zweierlei:
Noch fünfzig solcher Tage sollst du zählen
und allemal sei ich dabei!

Hans Retep (geb. 1956)

Stolze sechzig

Stolze sechzig wird er heute
Kommt herbei ihr guten Leute
Lasst uns sehen wie die Jahre
Dünner machten seine Haare
Zierten faltig das Gesicht
Stärkten seines Bauchs Gewicht

Doch ganz ohne jede Frage
Scharfsinn, der kommt nun zu Tage
Passt schön auf ihr guten Leute
Wer heut schläft, wird seine Beute

(Originalquelle: www.hans-retep-gedichte.de)

Franz Grillparzer (1791-1872)

Jubelfeier

Der Mann bracht' es auf siebzig gar;
Das heißt: Von seinem siebenten Jahr
Hat all sein Wirken von Kind bis jetzt
Nur eine Null ihm zugesetzt.

Ferdinand von Saar (1833-1906)

Alter

Das aber ist des Alters Schöne,
Dass es die Saiten reiner stimmt,
Dass es der Lust die grellen Töne,
Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.

Ermessen lässt sich und verstehen
Die eig'ne mit der fremden Schuld,
Und wie auch rings die Dinge gehen,
Du lernst dich fassen in Geduld.

Die Ruhe kommt erfüllten Strebens,
Es schwindet des verfehlten Pein -
Und also wird der Rest des Lebens
Ein sanftes Rückerinnern sein.

 

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